Die Versickerungsanlagen in der Liegenschaftsentwässerung

Die Gesetzgebung schreibt vor, dass das Regenabwasser primär versickert werden muss. Vorausgesetzt jedoch, dass die Versickerung korrekt nach Norm und Dimensionierung erfolgt. Ohne Baugrunduntersuchung resp. ohne gute Kenntnisse des Baugrundes kann keine effiziente Versickerungsanlage (mit oder ohne Retention, nur Teil-Versickerung, usw.) geplant und erstellt werden.

Für die Bemessung des vorgeschalteten Schlammsammlers (mit erhöhten Anforderungen) gilt Kapitel Nr. 5.4.1.4 der SN 592'000. Wichtig ist hier der Einbau eines Tauchbogens beim Auslauf zur Versickerungsanlage.


Für die Versickerung von Regenabwasser gelten folgende weiteren Richtlinien:

SN 592'000 (Ausgabe 2002)                Kanton Bern 1999                               VSA 2002

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Im Kanton Bern werden Versickerungsanlagen mit Oberbodenpassage (über belebte Humusschicht von mind. 30 cm) als Typ a, jene ohne Oberbodenpassage als Typ b bezeichnet.

Die Versickerungsanlagen inkl. Zuleitungen müssen von anderen Kanalisationssystemen vollständig getrennt sein. Notüberläufe von Versickerungsanlagen Typ b sind verboten. Notüberläufe von Versickerungsanlagen Typ a sind nur in Regen- resp. Reinabwasserleitungen oder in Gewässer gestattet.

Die wasserdichte Abdeckung sämtlicher Schächte einer Versickerungsanlage Typ b (Kontrollschacht, Schlammsammler, Sickerschacht) muss verschraubt und mit „Versickerung“ beschriftet werden.


Beispiele von Versickerungsanlagen Typ a:

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Beispiele von Versickerungsanlagen Typ b:

Schlammsammler                                                                 Sickerschacht

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Verlängerung Eisfeldstrasse zur Erschliessung der Stades de Bienne

Seit einiger Zeit ist der Neubau der Stades de Bienne aktuell. Die Fussballarena, die Eishockeyarena, die Curlinghalle und die kommerzielle Mantelnutzung bedingen eine sehr gute und effiziente Erschliessung.

Die Zufahrten zu den 2 Einstellhallen erfolgen einerseits von der Solothurnstrasse (Eishalle) und anderseits vom Längfeldweg.

Die Verlängerung der Eisfeldstrasse (von der Henri Dunant-Strasse bis zur A5) ist für den öffentlichen Verkehr, die Matchbesucher und gegebenenfalls auch für das Regiotram vorgesehen. Selbstverständlich sind auch alle Werkleitungen für die Ver-und Entsorgung der Stades de Bienne im Strassenkörper enthalten.

Was zur Beginn nur wir eine Verlängerung der Strasse aussah, wurde im Zuge der Planung und Verhandlung ein kompliziertes grosses Projekt.

Am Ende der Strasse auf der Ostseite der Stades riegelt die A5 die Ebene ab und aus planerischen Gründen dürfen die beiden Einfahrten der Einstellhallen verkehrlich nicht verbunden werden. Die Eisfeldstrasse wird dadurch zur Sackgasse, weshalb für die LKWs und die Busse vor der A5 ein Wendekreisel erstellt werden muss.

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Nicht nur die Planung verlangte einen grossen Koordinationsaufwand mit den Stadien und den Planern des Regiotrams, auch der Bau muss in Koordination mit diesen Projekten erfolgen.

Die Werkleitungen werden auf der Südseite unter dem Trottoir und der südlichen Strassenhälfte erstellt. Dazu wird auf der nördlichen Strassenhälfte der Koffer und die Baupiste gebaut. Die Baustellenzufahrt zum Stadionbau kann erst nach der Fertigstellung der Südseite, über die Eisfeldstrasse erfolgen.

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Erst anschliessend wird die Nordseite fertig gestellt. Ist bis dann der Bauentscheid für das Regiotram erfolgt, so wird da das Tramtrassee erstellt, andernfalls wird auch da die Strasse fertiggestellt.

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Das Projekt für die Verlängerung der Eisfeldstrasse wurde in Koordination mit dem Projekt Stades de Bienne mehrfach überarbeitet. Die erste Baubewilligung datiert aus dem Jahr 2009 aktuell läuft die Publikation für das neue Baugesuch. Auch die Bauarbeiten sind ein 2. Mal vergeben, so dass nach der Baubewilligung in Koordination mit der Realisierung der Stades de Bienne sofort mit dem Bau begonnen werden könnte.

 

Nordachse Biel, Abschnitt Freiestrasse
Teil-Projekt Sanierung Freiestrasse, Anbindung Altstadtparking 

Die Nordachse Biel, Abschnitt Spitalstrasse bis Neumarktstrasse wurde in den Jahren 2008-2010 saniert.
Durch den Neubau des Altstadtparking (Gebäude OSP) und der daraus zu realisierenden Infrastrukturen, wurde eine Sanierung der Nordachse ab Neumarktplatz bis Heilmannplatz nötig.

Was zu Beginn nur wie eine Korrektion der Strassenränder aussah,     Hompage_Plan_Werkleitungen
wurde im Zuge diverser Besprechungen ein richtig
grosses Projekt. Galt es doch, die Erschliessung des
Altstadtparking mit einem neuen Elektrotrasse zu gewährleisten,
welches aus 12 Rohren bestand. Zusätzlich mussten neue
Parkleitsystem- Anzeigen und Lichtsignalanlagen erstellt werden.
Die Koordinationsaufgabe zwischen den am Bau
Beteiligten und dem OSP ist eine grosse Herausforderung

 

 

Der Strassenbau zeigte sich durch den Neubau in Folge der Ein-und Ausgangshöhen äußerst schwierig. Die Vorgabe des Tiefbauamtes Biel, den neuen Deckbelag als sogenannten Hocheinbau zu realisieren konnte nicht gänzlich umgesetzt werden. Durch den Einsatz einer Spezialsoftware für Strassenbau wurde jedoch die Strassenlage bestens optimiert.

Durch den in diesem Gebiet schlechten Baugrund und teilweise alten vorhandenen Tramschienen soll die Strasse vor dem Deckbelagseinbau teils ausgekoffert und verstärkt werden. Der Deckbelagseinbau welcher wiederum an einem Sonntag eingebaut wird erfolgt im Sommer 2012.

Zudem wird die Projektgrenze durch Kanalisationsbauten in diesem Gebiet bis fast zur Bubenbergstrasse verlängert.

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Projekt Grundlagenbeschaffung Bifang- / Losingerleitung
Hydrodynamische Simulation

Für die Entwässerung der südwesttlich von Walperswil gelegenen Landwirschaftsflächen (Bifang, Verboust, Epsemoos)  besteht eine Flurleitung, welche in den Länggrabensee bzw. anschliessend durch einen Stollen in den Bielersee entwässert. Das aus dem Siedlungsgebiet anfallende Regenabwasser entwässert heute hauptsächlich in Richtung Bühl. Für die Entwässerung in den höher gelegenen Binnenkanal ist eine Pumpwerk notwendig.

Damit nicht sämtliches Regenabwasser gepumpt werden muss, wird geprüft  in welchem Zustand sich die Leitung befindet, welche Einzugsgebiete mit welchen Parametern angeschlossen sind. Mit diesen Grundlagen können dann die hydrodynamischen Simulationen durchgeführt werden. Diese soll dann aufzeigen, welche maximale Regenabwassermenge über die bestehende Leitung entwässert werden kann, ohne dass dabei Schäden durch Wasserrückstau entstehen.

Für die hydrodynamische Simulation von Abwasserleitungen setzen wir das Programm Hystem/Extran des Instituts für technisch-wissenschaftliche Hydrologie in Hannover (ITWH) ein. Dieses Programm ist in der Lage, Abflüsse auch gegen die Fliessrichtung zu berechnen (Rückstau). Das spezielle bei diesem Projekt ist die Vemischung von 2 verschiedenen Systemen, welche unterschiedliche Abflussverhalten aufweisen. Bei der Melioration haben wir es mit langen gleichmässigen und bei der Siedlung mit relativ kurzen und stark vaiierenden Abflüssen zu tun.

Wir können auf über 20 Jahre Erfahrung mit dem Programm zurückblicken. So wurde unter anderem auch das Abwassernetz der Stadt Biel und von ca. 10 weiteren Gemeinden und 2 Abwasserverbänden mit diesem Programm simuliert.

Der Auftrag wird in einer Ingenieurgemeinschaft mit dem Geoplan-Team Hutzli und Kluser, welches für die Grundlagenbeschaffung Melioration zuständig ist, bearbeitet.

33-56-Karte_1-25000-Leitung Karte mit der Lage der Leitung.